Hochbeet – Dein Gemüseturbo

Ein Hochbeet erleichtert die Gartenarbeit und ermöglicht höhere Erträge. Wir zeigen Dir, wie Du Dein Hochbeet befüllen solltest und was Du sonst noch wissen musst, wenn du Gemüse und Blumen anpflanzt.

Die Beete gibt es aus Metall, Holz oder Kunststoff und können je nach Größe und Art sowohl für Garten, als auch für den Balkon genutzt werden. Auch Gabionen kannst Du so anlegen, dass sie sich als Hochbeet nutzen lassen. Am besten wählst Du für Dein Hochbeet einen sonnigen oder halbschattigen Standort, der leicht von allen Seiten zugänglich ist. Um das Sonnenlicht optimal zu nutzen, solltest Du es in Nord-Süd-Richtung aufstellen.

Durch ihre Arbeitshöhe sind Hochbeete besonders knie- und rückenschonend. Die unterschiedlichen Schichten im Inneren erzeugen Wärme durch Verrottung und ermöglichen so eine ertragreichere Ernte. Außerdem kannst Du mit einem Frühbeetaufsatz die Erntezeit noch einmal zusätzlich verlängern.

Hochbeete kannst Du dichter bepflanzen als flache Beete. Die Seitenwände und äußeren Reihen eignen sich besonders gut für Rankpflanzen. Gurken machen sich beispielsweise am Rand besonders gut, da sie einfach am Hochbeet nach unten wachsen können.

Hochbeet im Garten
Im Hochbeet kannst Du verschiedene Pflanzen anbauen. ® Adobe Stock

Wann was anpflanzen?

In Deinem Hochbeet kannst du Gemüse, Kräuter, Obst oder Blumen pflanzen. Die Erde ist durch die einzelnen Schichten besonders nährstoffreich und speichert Wärme.

Im ersten Jahr solltest Du starkzehrende Pflanzen wie Kohl, Tomaten, Gurken, Lauch, Auberginen oder Zucchini anpflanzen. Auch Blumen wie Geranien oder Petunien lieben nährstoffreiche Böden. Ab dem dritten Jahr solltest Du mittel- und schwachzehrende Pflanzen anbauen. Kräuter, Salate oder Spinat haben einen geringen Nährstoffbedarf und eignen sich deshalb besonders gut. 

Generell ist für den Anbau im Hochbeet eine Mischkultur aus verschiedenen Pflanzen am besten. Kombiniere dafür einfach Pflanzen mit ähnlichen Bedürfnissen. Nach der Ernte solltest Du außerdem Gründünger wie Gelbsenf säen, damit die Erde wieder mit Nährstoffen wie Stickstoff versorgt wird.

Verschiedene Schichten – Superpower im Inneren

Das besondere am Hochbeet sind die drei unterschiedlichen Schichten. Sie sorgen für natürliche Verrottungsprozesse, durch die Deine angebauten Pflanzen mit Nährstoffen und Wärme versorgt werden. Jede Schicht ist ca. 20 bis 25 cm dick und wird mit organischen Materialien befüllt. 

Infografik Hochbeet befüllen
So befüllst du Dein Hochbeet ® tectake

Für die unterste Schicht benötigst Du Baum-, Strauch- oder Heckenschnitt. Dadurch entsteht eine lockere Schicht mit loser Struktur für nützliche Bodenlebewesen. Damit keine Mäuse oder andere unerwünschte Besucher in Dein Hochbeet eindringen können, solltest Du, bevor Du die unterste Schicht anlegst, unbedingt ein engmaschiges Drahtgitter anbringen. 

Die zweite Schicht besteht aus Kompost, Laub- und Rasenschnitt. Beide unteren Schichten solltest Du gut verdichten, damit Dein Hochbeet durch die allmähliche Verrottung der natürlichen Materialien nicht zu sehr in sich zusammenfällt. Hast Du diese beiden Schichten angelegt, kommt als letztes Gartenerde in Dein Hochbeet. 

Nach dem ersten Jahr fällt der Inhalt Deines Hochbeets durch Verrottung der einzelnen Schichten etwas zusammen. Du kannst die fehlenden 10 bis 20 cm aber einfach mit Erde wieder auffüllen. Nach ungefähr fünf Jahren solltest du den Inhalt Deines Hochbeets jedoch komplett austauschen und die Schichten neu anlegen. 

Hochbeet mit Pflanzen®Adobe Stock
Pflanzen lieben die versteckte Superpower im Inneren des Hochbeetes. ® Adobe Stock

Ein Hochbeet bietet nicht nur optimale Bedingungen für die Gartenarbeit und Pflanzen, sondern Du kannst es auch als Sichtschutz nutzen. Es schafft eine Abgrenzung, schützt vor neugierigen Blicken und kann mit Solarlampen im Beet auch noch für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Mit einem Hochbeet kannst Du Dich ganze ohne Rückenschmerzen bei der Gartenarbeit auf eine reiche Ernte freuen. Ein echter Turbo für dein Gemüse!